
Südkorea hat den Stückpreis seines einheimischen Jagdflugzeugs KF-21 Boramae bekannt gegeben und betont die Kosten als einen zentralen Pfeiler der Programmpolitik, während die Serienproduktion, geplant für 2026, näher rückt.
Laut Angaben aus dem südkoreanischen Verteidigungsprogramm Bon Game 2 wird Block 1, der hauptsächlich für Luftüberlegenheit und Luftverteidigung vorgesehen ist, etwa 83 Millionen USD pro Flugzeug kosten. Block 2, mit erweiterten Mehrzweckfähigkeiten — insbesondere für Luft-Boden-Missionen — wird voraussichtlich rund 112 Millionen USD pro Einheit kosten.

Serienproduktion und Marktstrategie
Die Preisbekanntgabe erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt im Programm, das nach Abschluss der Testflüge von sechs Prototypen Mitte 2026 in die Serienproduktion übergehen soll. Durch die Angabe klarer Preise für die ersten Blöcke möchte Seoul den KF-21 nicht nur als praktikable Ersatzlösung für ältere Jagdflugzeuge positionieren, sondern auch als wettbewerbsfähige Option auf dem internationalen Markt, insbesondere für Länder, die die Kosten für Flugzeuge der fünften Generation als prohibitv betrachten.
Block 1 und Block 2: Unterschiede und Kosten
Der Preisunterschied spiegelt vor allem das Missionsprofil und die integrierten Systeme wider.
Block 1, mit einer Bestellung von 40 Flugzeugen für die Luftwaffe der Republik Korea zwischen 2026 und 2028, konzentriert sich auf Luftkämpfe und bietet einen modernen Rumpf, niedrige Sichtbarkeit und lokal entwickelte AESA-Radar-Technologie. Mit 83 Millionen USD liegt der Preis unter dem vieler westlicher Frontlinienjäger.

Block 2, geplant für etwa 80 Flugzeuge, erweitert das Einsatzspektrum auf umfassende Luft-Boden-Angriffe. Der höhere Preis — rund 112 Millionen USD (ca. 161,5 Milliarden südkoreanische Won) — ist auf die Integration zusätzlicher Bewaffnung und Angriffssysteme zurückzuführen, ohne tiefgreifende strukturelle Änderungen am Flugzeug. Lokale Analysten betonen jedoch, dass die Kosten weiterhin unter denen mehrerer europäischer und nordamerikanischer Mehrzweckjäger mit vergleichbarer Leistung und Reichweite liegen.
Direkter Vergleich mit der amerikanischen F-35
Im Vergleich zur F-35 Lightning II ist der Preisunterschied eines der Hauptargumente zugunsten des KF-21. Die F-35A — die am weitesten verbreitete konventionelle Variante — hat einen Stückpreis, der je nach Los und Vertrag typischerweise zwischen 80 und 90 Millionen USD liegt und bei vollständigen Beschaffungspaketen inklusive Support und Infrastruktur über 100 Millionen USD erreichen kann.
In diesem Kontext nähert sich der KF-21 Block 1 mit 83 Millionen USD dem Basispreis der F-35A, während Block 2 mit 112 Millionen USD immer noch wettbewerbsfähig gegenüber den Gesamtkosten des amerikanischen Jagdflugzeugs ist. Der Unterschied wird noch relevanter, wenn Betriebskosten, politische Einschränkungen, Interoperabilitätsanforderungen und Exportbeschränkungen der F-35 berücksichtigt werden.

Lieferkette und Export
Der Kostenvorteil der Boramae wird durch eine überwiegend inländische Lieferkette und die geplante Produktionsskalierung verstärkt, wodurch die Preisvolatilität der ersten Chargen verringert wird. Südkoreanische Behörden beschreiben den KF-21 als ein „ergänzendes“ Jagdflugzeug zu den Modellen der fünften Generation, nicht als direkten Ersatz — eine Erzählung, die durch die Bekanntgabe dieser Preise gestärkt wird.
Mit Preisen von 83 Millionen USD für Block 1 und 112 Millionen USD für Block 2 tritt der KF-21 als seltenes Beispiel eines neu entwickelten Überschall-Jagdflugzeugs mit transparenter und relativ moderater Preisgestaltung auf den Markt. Mit Annäherung der Serienproduktion und fortschreitenden Exportkampagnen wird der Preis — mehr als die absolute Leistung — wahrscheinlich zum entscheidenden Merkmal der Boramae.
Quelle: South Korea National Defense Public Relations Agency (KFN). Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.
